Dieser Artikel soll euch etwas helfen, den Umgang mit Bitcoin und anderen Kryptowährungen besser zu verstehen. Gerade wenn es in den Nachrichten heißt, Hacker erbeuten 70 Millionen Dollar an Bitcoins, schrecken diese Nachrichten viele Beginner ab. Wie kommt das zustande und vor allem – kann mir das auch passieren?

Fangen wir ganz von vorne an. Bitcoin und andere Kryptowährungen existieren nur digital. Soweit so gut. Nun gibt es das Problem das alles was digital ist und irgendwo im Internet gespeichert ist, auch von Hackern angegriffen werden kann. Steigt der Bitcoin-Kurs, steigt gleichzeitig auch das Interesse der Hacker an Bitcoins zu gelangen.

Des Weiteren kommt noch dazu das Bitcoin und Co. dezentral sind. Damit habt Ihr keine Ansprechpartner. Macht Ihr bei einer Transaktion einen Fehler, ist das Geld zumeist unrettbar verloren.

Gerade bei Bitcoins und Co. gibt es bei einem solchen Zwischenfall keine Ansprechpartner. Denn der große Vorteil dieser Kryptowährung ist, dass sie dezentral ist. Damit seid Ihr alleine für eine sichere Aufbewahrung eurer Coins zuständig.

1. Seeds / Phrase sicher aufbewahren – Bitcoin sicher aufbewahren

Bitcoin Wallets werden immer mit 12 oder 24 Wörtern abgesichert. Man nennt diese Wörter Seeds, oder auch Phrase, je nach Wallet. Bei manchen Wallets müssen diese Wörter vor dem ersten Geldeingang abgesichert werden, bei anderen wiederum, sobald die erste Transaktion durchgeführt wurde.

Mit dem Seed bzw. Phrase kann das Wallet bei Verlust wieder hergestellt werden. Wenn also der Computer kaputt geht, das Smartphone abhanden kommt oder das Hardware-Wallet geklaut wird, könnt Ihr mit diesen Wörtern euer Wallet wiederherstellen.

Es ist wichtig, dass die Seeds oder Phrase nicht verloren gehen. Es macht keinen Sinn die Wörter auf dem Computer oder Smartphone als Datei abzuspeichern. Denn ist der Laptop mit dem Wallet verloren, sind auch die Wiederherstellungswörter weg. Diese am besten handschriftlich aufschreiben und an einem sicheren Ort aufbewahren. Niemand sonst darf Zugriff darauf haben. Wer die Seeds oder Phrase verliert, hat keine Möglichkeit sein Wallet bei Verlust wiederherzustellen.

2. Kenne deine Private Keys

Um absolut sicherzustellen, dass niemand sonst auf dein Wallet zugreifen kann, benötigst du den privaten Schlüssel deines Wallets. Die privaten Schlüssel signieren deine Transaktion und stellen sicher das die Transaktion wirklich von dir in Auftrag gegeben wurde. Ähnlich wie die PIN-Nummer deiner Bankkarte.

Wer über die privaten Schlüssel bzw. Private Keys verfügt, verfügt auch über die Coins.

Wer sich einen Account bei Coinbase oder Bitcoin.de eröffnet, kennt seine privaten Schlüssel standardmäßig nicht. Darum kümmern sich die Unternehmen, die eigentlich fast wie eine Bank arbeiten. Das gleiche gilt bei diversen Hot-Wallets. Entweder man hat keinen Zugriff darauf, oder diverse Mitarbeiter verschiedener Unternehmen könnten mit deinen privaten Schlüssel Missbrauch betreiben. Dessen muss man sich bewusst sein. Große Geldmengen sollten nicht auf Exchanges gelagert werden, denn man hat keinen Zugriff auf seine privaten Schlüssel.

Welche sind die sichersten Wallets?

Die sichersten Wallets sind die Hardware- sowie die Paper-Wallets. Alle anderen Wallets nennt man Hot-Wallets.

Beide dieser Wallets speichern deine Bitcoins ohne Verbindung zum Internet ab (sogenannte Cold-Storage). Damit können deine Coins kein Ziel von Hackerangriffen werden. Dies wäre technisch nicht möglich.

Bei einem Paper-Wallet bist du der einzige der Einsicht auf den privaten Schlüssel hat, sofern du das Paper-Wallet niemanden zeigst oder es jemand fälschlicherweise zu Gesicht bekommt.

Bei einem Hardware-Wallet werden alle privaten Schlüssel aus den Seeds bzw. Phrase abgeleitet. Diese Schlüssel sind im Hardware Wallet isoliert und „Softwaremäßig“ von der Außenwelt abgeschottet. Kein privater Schlüssel kommt je heraus. Man hat die privaten Schlüssel in Hardware verwandelt.

Das macht diese Wallets zu den sichersten Wallets die es gibt. Ein super Hardware-Wallet aus unserer tagtäglichen Erfahrung ist hier der Ledger Nano S!

Auf Phishing-Seiten achten

Man darf auf keinen Fall Opfer von Phishing-Seiten werden. Dies gilt übrigens nicht nur für die Kryptowelt, sondern auch für alle anderen Webseiten, in denen Ihr sensible Daten eingeben müsst. Wer nicht weiß was Phishing-Seiten sind oder wie man sich dagegen schützen kann, findet auf der Webseite Bitcoin-Zeit.de einen interessanten Artikel darüber.

Phishing auf Kryptobörsen.

Weitere Infos über Bitcoin und Co. Findet Ihr auf Bitcoin-Zeit.de!

Besten Dank, an Pino von Bitcoin-Zeit.de für diesen Gastartikel 🙂


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